Artist in Residence – Judenburg


Von April bis Juni 2013 werde ich als Artist in Residence ein Loft in der Judenburger Heiligengeistgasse beziehen – derselben Gasse übrigens, in der mein Urgroßvater einst seine Spenglereiwerkstatt hatte.

Das Gebäude existiert allerdings nicht mehr – ich werde von meinem Loftfenster aus also nur mehr auf den heute dort befindlichen Parkplatz sehen können.

Warum Judenburg? Nun, vielleicht liegt es am „Alter“, dass mich in letzter Zeit Familiengeschichten interessieren. Und auch wenn das Manuskript, an dem ich gerade arbeite, die Geschichte einer fiktiven Familie einfangen soll – warum nicht aus der eigenen Familie schöpfen? Denn wie es damals war, kann man sich nur von denen, die damals gelebt haben, erzählen lassen.

Aus demselben Grund reiste ich schon im April 2012 das erste Mal in die Heimatstadt meiner Großmutter, der zweite (recherchträchtige) Besuch folgte dann im August. Und als dann noch die Bewerbung für das Judenburger Stipendium samt Loft ausgeschrieben war, war das wie ein Wink mit dem Zaunpfahl. Nun, meine Einreichung hat die Jury überzeugt!

Ab April wird man deswegen auf meinem Blog verfolgen können, wie es mir in J. so ergeht, welche Zusammenarbeiten sich dort ergeben (mit Institutionen und hoffentlich auch mit den anderen 2 Künstlern in den Nachbarlofts), wie mein Roman gedeiht und wie ich als Schriftstellerin meine Kunst im öffentlichen Raum präsentiere.

Ich freue mich auf eine arbeitsreiche Zeit voll von spannenden Begegnungen und hoffe, durch meine „Judenburger Notizen“ dem/ der interessierten LeserIn diese Stadt (und meine Projekte in dieser Stadt) ein wenig näher bringen zu können.