Das rote Judenburg – Wahlergebnisse 1919-1932




Solche Dinge findet man in den Schubern des Stadtmuseums in der Kaserngasse 27. Vom Loft aus 3 Schritte nach oben, schon steht man vor dem blauen Haus. Das Museum wird von Dr Michael Schiestl geleitet – dem Experten für alles Vergangene in Judenburg. Isolde Fluch, seine Mitarbeiterin, hat mir einen Tisch zur Verfügung gestellt. Mit mir im Raum saßen ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die Zeitungsartikel und Kopien ausschnitten und einordneten.

Hier habe ich mich eine Woche lang mit der Zwischenkriegszeit und der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Diese Tabelle verdeutlicht : Ich lag nicht so falsch, als ich annahm, dass Judenburg durch die Gussstahlfabrik ziemlich rot gewesen sein musste. Dass Judenburg jedoch solch eine „rote Hochburg“ gewesen war, hat mich aber dann aber doch überrascht. Man sieht also, C. hat recht, wenn sie sagt: „Judenburg erzkatholisch? Aber wo, Judenburg ist und war immer rot!“ Die christlich-soziale Partei hat schon in den 2oern ziemlich um ihre Wähler kämpfen müssen.