Wien – 19. März 2014, Kunstraum Ewigkeitsgasse



„Wo ist denn die Ewigkeitsgasse? Die kenn ich ja gar nicht“, wurde ich von meinen Wiener Freunden gefragt, als ich ihnen sagte, dass ich wieder einmal ein paar Tage in der Stadt sein werde. Nun, die Ewigkeitsgasse ist heute ein Kunstraum. Dieser befindet sich in dem Gebäude, in dem Die Ewigkeitsgasse ist aber vor allem ein Buchtitel. Und sie war das erste Gratis-Buch, das man von der Stadt Wien bekam, im Jahr 2002. Frederic Morton ist mir also seit 2002 bekannt (wenn auch nicht persönlich) und dass ich sein Buch gelesen habe, hat wiederum mit der Aktion Eine Stadt.Ein Buch zu tun. Übrigens bringt diese Aktion sogar Lesemuffel zum Lesen, Jahre später saß ich mit einem Bekannten im Café Stein. Er nahm sich das Gratisbuch mit (zu meiner großen Verwunderung) und rief mich zwei Wochen später an: Das sei sein erstes Buch, dass er seit der Matura zu Ende gelesen hätte. Seitdem hat er sogar einen Lieblingsautor. Aber das ist eine andere Geschichte als die der Ewigkeitsgasse.

Der Kunstraum Ewigkeitsgasse befindet sich in der Thelemangasse im 17. Wiener Gemeindebezirk. Und was die Thelemangasse mit Frederic Morton, dem Autor der Ewigkeitsgasse zu tun hat, kann man hier nachlesen: (https://www.events.at/l/kunstraum-ewigkeitsgasse)


Der Kunstraum Ewigkeitsgasse ist ein Ort, an dem man zusammenkommt. Vor und nach der Lesung. Das mag an jener Seele liegen, die dem Ort zu dem macht, was er ist: Alfred Woschitz. Die kleine Räumlichkeit im 17. Bezirk ist nur ein Ort, an dem man die Literatur anfassen kann, sondern an dem auch diskutiert und gescherzt wird. Ein Geheimtipp für jeden Wiener, der die Ewigkeitsgasse nicht ohnehin schon kennt.

Und ja: Für die Frauen gibt es Mannerschnitten. Das ist ein Dankeschön an die Greißlerin. Die hat Frederic Morton nämlich eine Packung zugesteckt – an jenem Tag, an dem er mit seiner Familie die Stadt verlassen musste. In seiner Tasche habe er immer wieder nach den Bröseln gegriffen – und an seine Thelemangasse gedacht.