Berlin, 3. April 2014 – Lesung im Kulturforum Österreich



Das erste Mal fliege ich von meiner neuen Heimatstadt Graz ab – und finde es herrlich. Kleiner Flughafen, kein Anstellen bei der Sicherheitskontrolle- Herumschlendern zwischen Büchern ….

Und keine zwei Stunden später bin ich in Berlin.

Mit meinem neuen (allerersten) Smartphone kann ich Dinge anstellen – wie zB ein Selfie mit original Berliner Currywurst (ebenfalls die allererste) auf Facebook stellen.

Und da ich schon einmal illegal vor dem Reichstagsgebäude übernachtet und mit Berliner Punks abgehangen bin (da war 19, das ist jetzt schon verjährt) und auch die Berliner Poetry- und Lesebühnenszene kennengelernt hab – geh ich doch glatt früh ins Bett, verdaue die Wurst und setz mich am nächsten Morgen mit dem Laptop an den Fluss.


In der österreichischen Botschaft in Berlin ist es tatsächlich sehr österreichisch: Es ist alles ein bisschen weniger gut geplant als im Rest Deutschlands. Die wichtigste Frage vor der Lesung: Wann genau der Wein geöffnet werden soll. Da merkt man dann doch die kulturelle Unterschiede. Zur Lesung werden wir 5 Minuten nach Lesungsbeginn geholt – und ich denke mir: Irgendwie passen Bahn und Menschen nicht zusammen. In Österreich ist die ÖBB immer so pünktlich, dass wirsie versäumen – und in Deutschland ist es umgekehrt.