Strobl, 7.4. 2014 – Tagung der JungbuchhändlerInnen



Direkt von Coburg ging es ins malerische Strobl. Eine kleine Weltreise. Da Brigitte Kaserer (Veranstaltungsleiterin) und Martina Schmidt (Lektorin und Verlagsleiterin) von Wien anreisten, hielt ich sie über meine Zugverbindungen am Laufenden. Plan war, einander in Attnang Puchheim oder Ischl zu treffen.

So ein neues Smartphone hat gewisse Tücken: Zum Beispiel die Autokorrektur. Und eine Autorin, die es nicht gewöhnt ist, dass sich jemand in ihre Sprache einmischt, schaut nicht nach vor dem Senden. So bekamen die beiden ein „Bin um 16:00 in Uschi“.


Ich war dann tatsächlich zur geplanten Zeit am Bahnhof. Auch die Deutsche Bahn kann manchmal pünktlich sein (die Verspätung kurz nach Coburg wurde doch tatsächlich wieder aufgeholt, sodass ich meinen Anschluss nicht verpasste – und nach der Grenze ging´s dann zügig weiter. An dieser Stelle mein Mitleid mit allen Deutschen, die mit der Bahn pendeln.)

Strobl war schön, sonnig, wunderbar grün – und vor SchülerInnen lesen zu dürfen, macht sowieso immer Freude. Vor allem, wenn diese SchülerInnen angehende BuchhändlerInnen sind. Die KollegInnen des Deuticke Verlages haben ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und ich habe festgestellt: Eigentlich bin ich eine streichelweiche Autorin. Ich lese gern, bin selten nervös und habe noch nie angerufen, um meine Absatzzahlen zu erfragen. Andererseits geht es mir auch wirklich gut: Während die anderen durch ein Fenster ins Grüne sehen, habe ich das Zimmer mit Balkon und Seeblick erhalten. Und da fühle ich mich einmal nicht schuldig, sondern genieße es einfach.