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Im Radio spricht man von Ausgangsbeschränkungen, die gestern noch dementiert wurden.

Ich bitte S., spontan zum Interview vorbeizukommen.

Besser, du kommst heute, sage ich, morgen kann's teuer werden.


Eigentlich wollten wir uns im Laufe der kommenden Woche treffen (als Ersatztermin für den ursprünglich am Samstag angesetzten Aufnahmetermin).


Mein Mann begleitet mich auf meinen Spaziergang, das tut er nicht immer. Aber wer weiß, ob es nicht der letzte für längere Zeit ist.

Ich schlucke meine Allergietablette.

Normalerweise sollte ich an Tagen wie heute zu Hause blieben.


Am Rückweg holen wir S. von der Busshaltestelle ab. In meinem Schreibzimmer stecke ich das Mikrophon in den Laptop.

P. hätte das bessere Equipment . Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen . . .

. . . oder trinkt Wein.


Wir öffnen eine Flasche Rioja, die schon seit Wochen auf eine Gelegenheit wartet.

S. telefoniert mit ihrem Vater in der Schweiz, da ihre Rückreise gecancelled wurde, und startet einen Aufruf in den sozialen Medien: Wer fährt morgen von Graz nach Belgrad?

Das Interview findet irgendwo dazwischen statt. Im Internet finde ich ein Busunternehmen, das am nächsten Tag eine Fahrt von Wien nach Belgrad anbietet (Zitat: "Wir fahren auf jeden Fall los, wissen aber nicht, wie weit wir kommen.")

Ich buche für S. ein ÖBB Ticket nach Wien..


Das ist jetzt die Retourkutsche, scherze ich, weil ich. Weil es bei euch so viel geregnet hat, lässt dich meine Stadt jetzt nicht mal mit Regenschirm raus.



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S. (Sofija Živkivićs) ist eine serbische Autorin aus Belgrad, die mich während meines Aufenthaltes in Pančevo betreut hat. Seit Feber ist sie nun Artist in Residence in Graz - und hätte es noch bis Ende März sein sollen.


Das Interview wird, wenn die Internetverbindungen stabil genug zum Hochladen bleiben, in der nächsten 7shoG-Sendung auf Radio Helsinki gesendet - am Di, 31. März um 18:00.