16. März

Ich stelle mein Handy auf lautlos, es mir zu quengelig.

Die letzten Seiten meines Romans vertrödle ich, ich schaue zu viele Pressekonferenzen.

Der Abgabeterminrückt näher.


Draußen bricht der Frühling aus, die Birke kotzt Samen.

Im Radio höre ich, dass sie ums Überleben kämpft.

Irgendwie tut sie mir Leid. In 25 Jahren beginnt man, seinen Feind zu lieben.


Am Abend tausche ich mich mit einer Freundin über bevorstehende finanzielle Verluste aus. Wir nehmen es gelassen, unsere Männer verdienen (noch). Trotzdem wird es uns schwerfallen – wir sind gern unabhängig.