Frühling

Ich stelle mein Handy auf lautlos, noch nie hat es so viel geplingt und geplongt . . . meinem Umfeld ist langweilig.


Die letzten Seiten meines Romans vertrödle ich, ich schaue zu viele Pressekonferenzen.


Draußen bricht der Frühling hervor. Die Birke kotzt Samen aus.

Vor der Apotheke eine riesige Menschenschlange.


Im Radio höre ich, dass die Birke ums Überleben kämpft

Irgendwie tut sie mir Leid. In 25 Jahren beginnt man seinen Feinde zu lieben.


Am Abend tausche ich mich mit einer Freundin über bevorstehende finanzielle Verluste aus. Wir nehmen es gelassen, wir haben ein wenig zur Seite gelegt, unsere Männer verdienen (noch). Trotzdem wird es uns schwerfallen, unseren Beitrag nicht leisten zu können. Wir sind gern unabhängig.