schiefes Porträt

Mein allererstes Interview fand im Café Museum statt.

Das Ergebnis: Ein Artikel, der so ziemlich alles verdreht, was ich erzählt habe.

Offensichtlich ist die "Story" heutzutage wichtiger als eine wertschätzende Haltung gegenüber einer Autorin, die den Literaturbetrieb noch nicht gut kennt.





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Richtigstellung:


– Ich trug keinen Mantel, sondern eine kurze, eng geschnittene Jacke – aber ja, sie war schwarz.


– Ich hatte durchaus einen Plan B! Schließlich gab es bei Vertragsunterzeichnung bereits eine fixe Zusage eines kleineren Verlags und ein 3. (ebenfalls kleinerer, aber durchaus bekannter) ö. Verlag hatte ebenfalls Interesse bekundet. Aber es stimmt – self publishing wäre für mich nicht in Frage gekommen.


– Mittelstadtrauschen lebt von seinem zynischen Tonfall! Ich wurde nach meinem zweiten Roman gefragt, und habe verraten, dass das ein ernsterer, ruhigerer Roman werde.


– Das Gespräch, in dem ich von meiner Mitgliedschaft bei Grauko*, meiner Mitarbeit beim "& Radieschen"** und meinem Magazin*** erzählte, war nicht mehr Teil des Interviews (das war auch ganz klar so vereinbart worden).

Tatsächlich aber haben meine Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften sowie meine bisherigen Lesungen bei kleineren Literaturinitiativen wesentlich mehr mit meinem künstlerischen Werdegang zu tun als meine Tätigkeit als Sprechstundenhilfe.



* Das Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv (kurz: Grauko) ist keine Selbsthilfegruppe für Debütant/innen, sondern eine Gruppe von Autor/innen, die sich zusammengeschlossen haben, um einander bei der Textarbeit zu helfen. Die wenigsten Romane entstehen im "stillen Kämmerlein". Feedback von anderen einzuholen, ist ein wesentlicher Teil des Überarbeitungsprozesses.


** Das "& Radieschen" ist eine österr. Literaturzeitschrift, die vierteljährlich erscheint und junge Literatur aus Österreich und Deutschland abdruckt.


** Margas Magazin ist ein Herzensprojekt von mir – jedoch abseits der Literatur. Es ist eine didaktische Publikation für Eltern und Pädagog/innen, in der Impulse zur frühen Förderung der Lese- und Schreibkompetenz vorgestellt werden. Seit einiger Zeit halte ich auch Workshops für Pädagogik/innen zu diesem Thema ab.